Jan Sachs, Bundestagskandidat der FDP:

Die FDP Gemeinderatsfraktion lehnt das geplante Einkaufszentrum in den jetzigen Konzeptionen als einzige Fraktion ab. Ich teile die Bedenken meiner Parteifreunde und engagiere mich deshalb für eine innenstadtverträgliche Aufwertung der Gustav-Ree-Anlage. Ein Einkaufszentrum in der momentan geplanten Größenordnung führt meiner Meinung nach zu einem ruinösen Wettbewerb und zerstört die gewachsenen Strukturen der Innenstadt.

Es ist ordnungspolitisch bedenklich, dass die Stadt mit dem Geld ihrer Bürger einen regen Grundstückshandel betreibt, oft zum Nachteil privater Eigentümer.

Die FDP spricht sich klar für eine frühzeitige Einbeziehung der Bürger in die städtischen Planungen ein. Nur allzu oft ist der Gemeinderat viel zu spät und der Bürger zu allerletzt über städtische Vorhaben informiert worden (siehe Haas-Gerber Villa).

 

Elvira Drobinski-Weiß, MdB, SPD

Ich bedanke mich für Ihre Mail und die Darstellung Ihrer Position sowie für die weiteren Informationen.

Als Bundestagsabgeordnete verfolge ich selbstverständlich die Veröffentlichungen, Diskussionen und Entwicklungen in den zahlreichen Gemeinden und Städten meines Wahlkreises. Es ist jedoch mein Grundsatz, mich nur dann zu äußern, wenn ich zu einem Thema umfassende und detaillierte Informationen habe - sowohl von Befürwortern wie von Kritikern.

Aus zahlreichen Gesprächen mit Vertretern der SPD-Gemeinderäte im Offenburger Stadtrat ist mir bekannt, dass dieses Thema derzeit nicht nur diskutiert wird, sondern in allen Einzelheiten (Städtebau, verkehrliche Situation, Verträglichkeit für den Einzelhandel,...) weiter bearbeitet wird. Eine endgültige Entscheidung soll zum Jahresende erfolgen.

Als Bundestagsabgeordnete kann ich, wie oben erwähnt, keine abschließende Bewertung zu diesem Projekt abgeben. Es ist ebenso nicht Aufgabe des Deutschen Bundestages und seiner Abgeordneten, in die Zuständigkeiten der kommunalen Selbstverwaltung einzugreifen. Hier ist das poltische Gremium eines Gemeinderates zuständig und verantwortlich.

Die SPD im Offenburger Gemeinderat und deren Vorsitzende, Herr Ficht, stehen Ihnen, wie mir bekannt ist, jederzeit zum Meinungsaustausch und zur Diskussion zur Verfügung.

Ludwig Kornmeier, Bundestagskandidat der Grünen


Ich kandidiere für den Bundestag und nicht für das Offenburger
Stadtparlament. Verzeihen Sie mir bitte deshalb, dass ich in der Offenburger
Problematik nicht auf dem aktuellen Stand bin.
Wir Grünen setzen uns immer gerne für eine Stadtkernentwicklung ein und
lehnen Shopping Center auf der grünen Wiese ab. Wenn nun der Stadtkern -
Steinstsraße, Hauptstraße und Lange Straße dadurch unter Druck kämen, würde
ich solch ein Projekt ablehnen. In wie weit der Stadtrat das neue Projekt
als eine Aufwertung von Offenburg sieht, oder die Befürchtung, die ich
beschrieben habe teilt, weiß ich nicht. Leider ist in der Mittelbadischen
Presse - Ausgabe Acher - Rench -  wenig über die Entstehungsgeschichte
dieses Projektes geschrieben worden. Ein grüner Stadtrat hat mir erzählt,
dass es Informationsabende gegeben hat. In wie weit diese genügen um die
Bedenken der Gewerbetreibenden auszuräumen, weiß ich nicht.

Ich wünsche Ihnen und Ihren Mitstreiten Erfolg in den Ansinnen, das Beste

 

Norbert Hense, Bundestagskandidat der Piraten:

Ich teile Ihre Ansicht. Ich verstehe auch nicht, warum Offenburg mit
dieser wunderbaren Altstadt, die gerade am Wochenende zum Bummeln
einlädt, ihren Markenkern verkaufen will. Ein Einkaufcenter kann
natürlich ein Gewinn für eine Kommune sein. In Offenburg sehe ich da
eher, dass die Stadt ihre Identität verlieren könnte.

Was man mit dem alten Stadttheater machen kann, weiß ich nicht. Ob
Abriss und das Schaffen einer Grünfläche eine Option ist, weiß ich
nicht. Ich setze mich jdeoch für Beteiligungsplattformen im Internet
ein. Diese könnte man in Offenburg gerade sehr gebrauchen, um die
Bürgerinnen und Bürger zu befragen, was mit diesem Gelände geschehen
soll bzw. ob dort überhaupt ein Einkaufszentrum unterstützt wird. Ich
bin davon überzeugt, dass die Menschen in Offenburg viele interessante
Vorschläge und Ideen haben, um diesen Platz attraktiv weiterzuentwickeln.

Gerade Naherholungsgebiete, wie Parks, hat Offenburg so gut wie
nicht. Und wenn, dann nicht in der Innenstadt. Auch fände ich es super,
wenn verschiedene Kunstformen in Offenburg einen Heimat finden. Gerade
Streetart wie Graffiti werden oft in die Randgebiete verdrängt. Im
Zentrum findet man in vielen Städte stattdessen nur Hochkultur. Das
finde ich schade.

Aktuelles

Wichtig: Bis zum 21.5.2014 Einwendungen abgeben!

Vorlagen und Infos zur Offenlage der Pläne des Einkaufscenters

Lesen Sie in der ständig aktualisierten Rubrik Presseecho zum Thema Einkaufsgalerie/Stadthalle/ nördliche Innenstadt

Presseecho ProErhaltTheaterOG

und

Leserbriefe ProErhaltTheaterOG

 

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